Altersvorsorge China

Die Altersvorsorge war in China lange Zeit kein Thema. Viele Chinesen vom Land waren froh, überhaupt eine Arbeitsstelle zu finden – auch wenn sie selten mehr als 500 Yuan (knapp 60 Euro) verdient haben. Doch dies hat sich im Laufe der Zeit geändert. Noch stellt die Gruppe der erwerbsfähigen Personen zwischen 15 bis 64 Jahren derzeit die Mehrheit im Land: 71 Prozent macht sie landesweit aus. Aufgrund der Ein-Kind-Politik wird das Land im Jahr 2030 mehr Rentner als Kinder haben. Die Volksrepublik China muss nun umdenken.

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Altersvorsorge China 2019 – Immer mehr Rentner in der größten Volkswirtschaft der Erde

Altersvorsorge China

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in China bei 75,20 Jahren. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 81 Jahren (Stand: 2015) deutlich höher. Während hierzulande trotz aller pessimistischen demographischen Prognosen die gesetzliche Rentenversicherung noch gut funktioniert, beginnen die Chinesen gerade erst damit, eine gesetzliche Altersversorgung aufzubauen. Denn im bevölkerungsreichste Staat der Welt leben immer mehr Senioren.

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Private Vorsorge

Beide Länder sind zwar sehr unterschiedlich, doch sowohl Deutschland als auch China kommen nicht um Reformen herum, um die zukünftige Versorgung der Rentner sicher zu stellen. Beide Länder wollen junge Menschen dazu animieren, privat vorzusorgen.Und während in China erst ein richtiges Rentensystem eingeführt wird, reicht die gesetzliche Rente in Deutschland immer weniger zum Leben, besonders seit Wegfall der D-Mark. Welche Altersvorsorgemöglichkeiten die Commerzbank zu bieten hat auch hier.

Bericht : 23,7 Prozent Rentner (Auch für 2018 gültig)

Schon in gut 15 Jahren wird es nach Schätzungen so weit sein: Der Anteil der über 65-jährigen Personen wird höher sein als der der Kinder (unter 15 Jahren). Zwar liegt der Anteil von nicht mehr erwerbsfähigen Personen in China statistisch gesehen noch weit hinter Deutschland: Der veröffentlichte Bericht der Deutschen Rentenversicherung spricht von insgesamt 23,7 Prozent Rentnern in Deutschland, das entspricht ca. 19 Millionen Deutschen.

Ein-Kind-Politik stellt Eltern vor Probleme

Angesichts der Tatsache, dass viele Chinesen im Alter von ihren Kindern versorgt werden, war die Ein-Kind-Politik hinsichtlich der Altersvorsorge ein großer Verlust an Sicherheit für viele Chinesinnen und Chinesen. Zwar können seit Dezember 2013 Paare, die aus mindestens einem Einzelkind bestehen zwei Kinder haben und schon seit längerem gelten die strengen Regeln auch nicht für Minderheiten oder die ländliche Bevölkerung. Dennoch ist die Ein-Kind-Regelung für viele Chinesen ein Problem. Wichtige Anbieter im Bereich Altersvorsorge sind unter anderem:

Chinesische Tradition 2019: Frauen unterstützen Eltern des Mannes

Denn nach chinesischer Tradition unterstützen Frauen nach einer Heirat die Eltern des Mannes bei der Altersversorgung und nicht die eigenen. War also das einzige Kind weiblich, standen chinesische Eltern vor einem Problem. Heute spielen diese Traditionen aber eine geringere Rolle und zur Zeit gibt es in der Rentenversicherung Chinas viel Bewegung. Die Regierung arbeitet daran, eine Altersversorgung für alle Chinesen anzubieten. Hier gelangen Sie zum Klinikrenten Test.

Immer mehr Senioren im Reich der Mitte

Das ist auch dringend notwendig: Lag der Anteil unter 14-jähriger Chinesen 1964 noch bei 40,69 Prozent, waren es 82 nur noch 33,59 Prozent, 90 gar 27,69 Prozent. 2002 fiel der Wert auf 21,29 Prozent, ein Minus von beinahe 50 Prozent. Da es also immer weniger junge Menschen gibt, die ihre Eltern im Alter versorgen könnten, besteht dringender Handlungsbedarf. Fiel das Arbeitseinkommen weg, waren viele Chinesen bislang gar nicht versorgt, Kapitaleinkünfte haben schließlich nur die wenigsten.

Überblick: Die drei Systeme der Rentenversicherung in Fernost

Derzeit gliedert sich Chinas Rentenversicherung in drei nebeneinander bestehende Systeme:

  • 1. Versorgung der Angestellten von Unternehmen im städtischen Raum
  • 2. Altersversorgung der ländlichen Bevölkerung sowie
  • 3. Altersvorsorge für Angestellte der Regierung und Verwaltung

Städter haben einen Vorteil

Das Rentensystem in China konzentriert sich vor allem auf die Städte. In Chinas riesigen Städten wie zum Beispiel Beijing (welches allein schon über 20 Millionen Einwohner beherbergt) boomt die Wirtschaft. Unternehmer müssen laut Gesetz Beiträge in einen Sozialfonds einzahlen, der die Angestellten gegen Erwerbsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit absichert und ihnen eine Grundrente garantiert. Trotz eindeutiger Vorgaben vom Staat zahlen viele Unternehmer nicht in die Sozialversicherungen ein.

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Altersheim so teuer wie Monatslohn

Ein Platz in einem guten Altersheim in Qingdao kostet etwa 2000 Yuan, das entspricht etwa 200 Euro, berichtet die „Deutsche Welle“. Das ist mehr als ein Durchschnittslohn. Der ländlichen Bevölkerung 169 bis 188 Yuan an Rente stehen den Bauern in dieser Region zu, das sind umgerechnet 20 Euro. Frauen können die Zahlungen ab 55, Männer ab 60 Jahren beantragen.

Ländliche Gebiete 2017 benachteiligt

Die Städter haben es vergleichsweise gut: Zumindest ein Teil von ihnen wird versorgt, es gibt medizinische Einrichtungen und Altersheime. Die Menschen in ländlichen Gebieten hingegen sind in jeder Hinsicht unterversorgt: Es fehlen Ärzte, Pflegeeinrichtungen und auch eine Altersvorsorge wird erst von der Regierung langsam etabliert. Die Politik hat es lange versäumt, die Versorgung der Landbevölkerung sicher zu stellen. Auch deswegen gilt hier die Ein-Kind-Regelung nicht: Der Gesetzgeber hofft so, dass Rentenproblem ein wenig abzumildern.

Kinder müssen laut Gesetz zahlen

Nicht nur die chinesische Tradition sieht vor, dass sich Kinder um ihre Eltern kümmern müssen. Kinder, die arbeiten gehen, sind auch laut Gesetz verpflichtet für ihre Eltern aufzukommen. War es früher in der chinesischen Gesellschaft üblich, dass Kinder auch die Pflege übernahmen, haben immer weniger berufstätige Chinesen überhaupt die Möglichkeit dazu – es fehlt schlicht und ergreifend an Zeit.

Land steht vor großer Herausforderung

Altersvorsorge China – das bedeutet viele Baustellen auf einmal. „Die Welt“ hat die Rentensysteme europäischer Länder wie Deutschland, Schweiz und Griechenland einem Vergleich unterzogen. Die Ergebnisse wurden mit nicht europäischen Ländern verglichen. Die größten Herausforderungen haben laut den Experten die Chinesen zu meistern.

Immer höhere Lebenserwartung

„Die westlichen Länder wurden erst reich, dann alt. China dagegen muss versuchen, reich zu werden, während es dramatisch altert – eine Aufgabe, um die das Land niemand beneiden dürfte.“ – so wird die Problematik im Artikel der „Welt“ zusammengefasst. Für Europa wie China gilt dabei gleichermaßen: Die Tatsache, dass die Menschen ein immer längeres Leben führen, ist erfreulich, verschärft die Probleme mit den Renten. In den meisten Ländern in Europa wurde daher das Rentenalter angehoben, in Deutschland beispielsweise von 65 auf 67 Jahre.

viele Reformen sind notwendig

Die größte Volkswirtschaft der Welt hingegen muss erst einmal ein verbindliches und einheitliches Rentensystem einführen. Die Anzahl an älteren Menschen in der Bevölkerung wird in Zukunft stark steigen und eine ausreichende Altersversorgung ist auch für den sozialen Frieden der chinesischen Gesellschaft wichtig.

Drei Säulen

Am wahrscheinlichsten ist es, dass sich die Tendenz fortsetzt, eine staatliche Grundsicherung zu gewähren (und diese auf alle Bewohner der ländlichen Gebiete auszuweiten). Immer wichtiger werden neben betrieblichen Renten für die Zukunft wohl auch private Vorsorgeformen. Die dritte Säule werden weiterhin die Kinder sein. Die Tradition, dass nur der Sohn die eigenen Eltern unterstützt, wird wohl immer seltener eine Rolle spielen.

Wie ist Altersvorsorge in China zu bewerten

In einem Land wie China, in dem viele Menschen immer noch weniger als 500 Yuan (etwa 50 Euro) verdienen, spielt private Altersvorsorge immer noch eine untergeordnete Rolle. Ein wichtiger Faktor sind die eigenen Kinder, die den Eltern im Alter helfen. Da der Anteil der 16 bis 64 jährigen in Zukunft sinken wird und es immer weniger junge, dafür aber umso mehr ältere Menschen geben – über 15 Prozent werden 2020 älter als 60 Jahre sein. Viele Reformen sind nötig, um jedem Menschen in der größten Volkswirtschaft der Welt eine angemessene Rente zu sichern.

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