Allgemein, Altersvorsorgewirksame Leistungen

Altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL)

Altersvorsorgewirksame Leistungen sind vom Arbeitgeber vertraglich festgelegte Leistungen in einem Tarifvertrag. Arbeitnehmer, die eine private oder betriebliche Altersvorsorge abschließen, erhalten vom Unternehmen zusätzlich Gelder bereit gestellt. Diese im Tarifvertrag vereinbarte zweckgebundene Leistung gilt unter anderem auch für die Riester-Rente oder eine andere private Altersvorsorgezusage. Es handelt sich bei den AVWL um eine Verbesserung der vermögenswirksamen Leistungen, die klare Vorteile bietet.

Es gibt zahlreiche Produkte zur Vorsorge auf dem Markt. Um Ihnen die beste Altersvorsorge bieten zu können, erstellen wir eine ganz unverbindliche Bedarfsanalyse für Sie und Ihre Familie. Unter dem angegebenen Kontaktformular können Sie jederzeit mit uns in Verbindung treten. 

Keine grundsätzliche Vermögensbildung, sondern zweckgebunden 2017

Altersvorsorgewirksame Leistungen
Altersvorsorgewirksame Leistungen

Im Gegensatz zur vermögenswirksamen Leistung wird das vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Geld zweckgebunden angelegt. Anspruch auf Leistungen seitens des Arbeitgebers bestehen nur bei den folgenden Modellen:

Altersvorsorgewirksame Leistungen – Wer von der Vorsorge profitiert

Eine Altersvorsorge brauchen alle, die im Rentenalter mit einer finanziellen Lücke rechnen müssen. Das betrifft mittlerweile nicht nur Selbstständige und Arbeitnehmer, sondern bereits Studenten und Beamte. Hierbei muss der Experte anmerken, dass es mittlerweile immer deutlicher wird, dass die Gelder in den staatlichen Kassen nicht mehr ausreichen und somit jeder beim Eintritt ins Rentenalter mit einer geringeren Rentenzahlung rechnen muss. Das passende Konzept und die richtige Vorsorge können Sie mit Hilfe unserer Experten finden.

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im Tarifvertrag

Die altersvorsorgewirksamen Leistungen sind zwischen den Tarifparteien IG Metall sowie der Gesamtmetall ausgehandelt worden. Seit dem 1. Oktober 2006 ist der Tarifvertrag zwischen den Tarifvertragsparteien wirksam. Für Arbeitnehmer der Metall- und Elektroindustrie gibt es eine Leistung von aktuell 319,09 Euro im Jahr. Auszubildende erhalten hingegen eine Geldleistung von 159,48 jährlich. Je nach Anlageform gewährt der Staat verschiedene Arten der Vergünstigung.

Änderungen zum Jahr 2008

Seit 2008 hat die IG Metall auch die Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie im Tarifvertrag mit einbezogen. Hier erhalten Vollzeitbeschäftigte und Auszubildende im Jahr etwa 375 Euro zur Altersvorsorgewirksame Leistungen. Die Höhe des Betrages hängt jedoch zusätzlich davon ab, in welchem Tarifgebiet sich der Vertragsteilnehmer befindet. Außerdem erhöht sich der Betrag zusammen mit den tarifvertraglichen Entgelterhöhungen. Heißt: Gelten für den Tarifvertrag neue Bedingungen, verändert sich auch die Höhe der Beiträge zur Altersvorsorge.

Keine Barauszahlung 2017 möglich

Eine Barauszahlung des Arbeitgebers ist laut Tarifvertrag nicht als Geldleistung vorgesehen. Der Staat stellt unterschiedliche finanzielle Förderungen zur Verfügung. Abhängig ist die Vergünstigung immer von der jeweiligen Anlageform. Der Arbeitnehmer kann sich bei der Leistung nur dafür oder dagegen entscheiden. Wünscht er keine Leistungen zur Altersvorsorge seitens des Arbeitgebers, kann er das hierfür investierte Geld nicht bar anfordern, um es beispielsweise anderweitig zu investieren.

Die Altersvorsorge im Vergleich

Förderfähig sind sowohl eine private und vom Staat geförderte Altersvorsorge und eine Betriebsrente als auch eine sogenannte Entgeltumwandlung des Einkommens: Mit dazu gehört die Riester-Rente gemäß § 10a und §§ 82 ff. EStG: In diesem Fall schließen die Beschäftigten einen Riester-Vertrag ab, das Unternehmen übernimmt die Zahlungen. Um die höchstmögliche Förderung zu erzielen, übernehmen die Angestellten die Differenz, allerdings freiwillig. Die Vorteile bei dieser Art der Anlage sind die steuerliche Begünstigung und die staatliche Zulage. Aktuelles rund um die Absicherung im Alter auch auf dieser Seite.

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Die Form der betrieblichen Altersvorsorge und Betriebsrente

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine andere Form der Anlagemöglichkeit: Hierbei wird ein Teil des Bruttolohns in eine Rentenzusage des Unternehmens eingezahlt. Der Vorteil bei diesem Modell ist, dass weder Sozialversicherungsbeiträge noch Steuern fällig werden. Somit entsteht für den Versicherten ein größerer Vorteil, wenn der Rentenanspruch eintritt und er entsprechend eine höhere Rentenzahlung erwarten kann. Bei der Betriebsrente können die Beschäftigten die Lohnnebenkosten zusätzlich reduzieren.

Zusätzliche Absicherung bei betrieblicher Altersvorsorge und Riester

Wer sich für eines der ersten beiden Modelle entscheidet, muss zwangsweise einen Vertrag mit einem entsprechenden Versicherungsanbieter abschließen. Außerdem ist es wichtig, dass der Beschäftigte die ausgezahlten Beträge nur zur Altersvorsorge nutzen kann. Besteht noch ein älterer Vertrag mit VWL, ist dieser nach wie vor gültig. Jene, die nach der Änderung im Jahr 2006 in den Genuss einer Altersvorsorge kommen möchten, müssen einen neuen Vertrag abschließen.

Bis zu vier Prozent steuerfrei möglich

Jeder Beschäftigte, der sich für die betriebliche Altersvorsorge, der Entgeltumwandlung, entscheidet, kann bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung

steuerfrei anlegen. Im Jahr 2012 handelte es sich dabei noch um bis zu 2688,00 Euro, im Jahr 2013 stieg die Grenze auf 2784,00 Euro. 2017 liegt die Grenze bei 3068,00 Euro. Alle Beträge bis zu dieser Grenze werden ohne Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge berechnet. Auf diese Weise zahlt sich die Anlage bestens aus.

Vermögenswirksame Leistungen

Mit den beschlossenen TV AVWL (altersvorsorgewirksame Leistung) wurden auch die vermögenswirksamen Leistungen in der Metall- und Elektroindustrie ersetzt. Bis zum 1. Oktober 2006 konnten die Vermögenswirksamen Leistungen dazu verwendet werden, um eine Vermögensbildung vorzunehmen. Gleiches gilt nun auch für die Chemische Industrie. Auch hier liegt der Arbeitnehmer-Anteil jährlich bei 319,08 Euro. Eine Umwandlung der VL in einen AVWL-Vertrag ist angesichts der höheren Geldleistung vorteilhaft.

Altersvorsorgewirksame Leistungen und Riester-Rente

Mit dem DWS Premium können Arbeitnehmer die AVWL in einen Riester-Vertrag anlegen. Die Überweisung der monatlichen Sparrate erfolgt durch den Arbeitgeber vom Nettoeinkommen. Dabei bietet die DWS eine Garantie der Beiträge, monatliche Zuschüsse und optionale Höchststände mit Beginn des 55. Lebensjahres. Die DWS ist beim Vergleich der Focus Money der beste Anbieter geworden. Informationen zu den Alternativen für Selbständige erhalten Sie auch unter https://www.altersvorsorge-heute.de/altersvorsorge-fur-selbstandige/.

Worauf der Sparer 2017 achten sollte

Da es bei der vermögenswirksamen Leistung von Wichtigkeit ist, hat Finanztipp den Lesern einen Rat an die Hand gegeben: Beim Abschluss sollte er stets auf die Arbeitnehmersparzulage achten, sowie auf die Zulage, welche für das mögliche Bausparen anfällt (als Zusatzoption). Bei der Sparzulage handelt es sich um nicht mehr als 400 Euro, was eine Förderung von 80 Euro mit sich bringt. Bei den VL-Sparraten im Bausparvertrag hingegen gewährt der Staat eine Zulage von etwa 9 Prozent, aber maximal 470 Euro im Jahr.

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Nachteile der Altersvorsorgewirksamen Leistungen 2017

Im Grunde entsteht bei der Inanspruchnahme der Altersvorsorgewirksamen Leistungen nur ein kleiner Nachteil. Und zwar erfolgt hierbei nicht bereits nach sieben Jahren, wie bei der vermögenswirksamen Leistung, eine Auszahlung, sondern erst beim Renteneintritt. Da der Versicherte die Bezüge allerdings regulär nicht vor der Rente benötigt, ist dieser Nachteil für die meisten zu verschmerzen. Abgesehen davon ist bei jeder privaten Altersvorsorge auch keine Auszahlung außerhalb der Vertragslaufzeiten vorgesehen, sondern erst zum Renteneintritt.

Alternativen für die private Altersvorsorge

Besonders jene Betriebe, die nicht einer Gewerkschaft angeschlossen sind, wehren sich nach wie vor gegen die Zahlung von altersvorsorgewirksamen Leistungen. Daher ist es für die Beschäftigten stets wichtig, eine private Altersvorsorge abzuschließen. Diese läuft allerdings nicht über den Arbeitgeber ab, sondern liegt nur in der Verantwortung des Angestellten. Auch hierbei hat er unterschiedliche Möglichkeiten, um Versorgungslücken entgegenzuwirken und sich für das Rentenalter abzusichern.

Möglichkeiten der privaten Vorsorge

Die private Vorsorge bietet zahlreiche Möglichkeiten an, um sich fürs Alter abzusichern. Darunter ist nicht nur der separate Abschluss der Riester-Rente, sondern ebenfalls die Anlage eines festgelegten Kapitals, welches später in der Rente ausgezahlt wird. Auch die Lebensversicherung ist nach wie vor eine beliebte Art der Vorsorge. In den meisten Fällen ist allerdings keine monatliche Auszahlung möglich, sondern nur eine einmalige Zahlung, die nach dem Ablauf des Lebensversicherungsvertrages fällig ist.

Altersvorsorgewirksame Leistungen und Staatliche Förderung bei privater Absicherung

Auch die private Art der Altersvorsorge wird staatlich bezuschusst, sofern sie Riester-gefördert ist. Daher ist die sogenannte Riester-Rente nach wie vor ein beliebtes Modell, um privat für die nötige Altersvorsorge einzuzahlen. Allerdings geriet sie innerhalb der letzten Jahre vermehrt in die Kritik, da sie mehrere Veränderungen durchlief. In diesen wurden nicht nur die Zertifizierungskriterien dezimiert, ebenso spielte der Unisex-Tarif ab 2006 eine bedeutende Rolle. Ebenfalls erhalten Versicherte, deren Kinder vor dem 1. Januar 2008 geboren wurden, eine viel höhere Zulage.

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Mehr Sicherheit dank Stiftung Warentest

Um einen besseren Eindruck zu den unterschiedlichen Versicherungsmodellen bezüglich der Riester-Rente zu erhalten, überprüft die Stiftung Warentest regelmäßig die von den Versicherungen angebotenen Verträge. Neben den Leistungen nimmt die Stiftung auch die Garantierenten unter die Lupe, die je nach Anbieter stark variieren kann. Anhand der Testergebnisse kann sich ein Interessent stets darüber informieren, welche Tarife aktuell sind und worauf er beim Vertragsabschluss achten sollte.

Die Ergebnisse im letzten Test (Stand 2017)

Den letzten Test zur Riester-Rente unternahm die Stiftung Ende 2013, wo die Huk24 als Testsieger gekürt wurde. Das Testurteil „Gut“ erzielten auch die Alte Leipziger, die Hannoversche und die HanseMerkur. Von insgesamt 42 Versicherern schnitten lediglich fünf gut im Test ab. Manche der Anbieter verweigerten sogar eine Teilnahme, was erneut darauf schließen lässt, dass das Thema Riester-Rente nach wie vor stark in der Kritik steht. Außerdem empfahl die Stiftung, beim Abschluss auf die Zahlung einer jährlichen Prämie zu bestehen, da dies weitere Rabatte bedeutet. Im Jahre 2015 liegen noch keine Ergebnisse vor.

Wichtige Unterscheidung: Private und betriebliche Riester-Rente

Die Bezeichnung „Riester-Rente“ kommt sowohl bei der betrieblichen als auch privaten Absicherung zur Anwendung. Es ergeben sich allerdings in beiden Varianten erhebliche Unterschiede. So kommen die Beiträge aus der privaten Variante aus dem bereits versteuerten und sozialversicherungsbereinigten Einkommen, für gesetzlich Versicherte entfällt zudem die Zahlung der Krankenkassenbeiträge. Bei der betrieblichen Riester-Rente hingegen werden innerhalb der Auszahlphase die Krankenkassenbeiträge bei Pflichtversicherten berücksichtigt.

Altersvorsorgewirksame Leistungen

Mit der Inanspruchnahme der Altersvorsorgewirksamen Leistungen kann der Versicherte auch im Alter davon ausgehen, dass ihm keine Versorgungslücken entstehen. Die AVWL sollte der Interessierte allerdings nicht mit der vermögenswirksamen Leistung verwechseln, welche die AVWL im Jahr 2006 ersetzte. Für jene, die nicht in den Genuss der AVWL kommen, können außerdem eine private Altersvorsorge abschließen. Je nach Vorsorgemodell (Beispiel: private Riester-Rente) werden diese ebenfalls vom Staat gefördert.

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Vermögenswirksame Leistungen Test

Die Vermögenswirksame Leistung ist eine Sparzulage, die vom Arbeitnehmer bezuschusst wird und ähnlich verläuft wie die Investition in einen Fonds. Über die Jahre hinweg sammelt sich somit eine gewisse Summe an, die der Arbeitnehmer nach Ablauf einer Frist in Form einer Auszahlung erhält. Ein Vermögenswirksame Leistungen Test ist immer hilfreich dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Für den vorliegenden Artikel haben wir alle Informationen rund um die Leistungen zusammengefasst und Testergebnisse namhafter Unternehmen in Augenschein genommen.

Vermögenswirksame Leistungen Test und wozu er gut ist

Verfügt der Anleger über ein regelmäßiges Gehalt, ist die Sicherheit gegeben, einen Vertrag für Vermögenswirksame Leistungen abzuschließen. Der Vorteil hierbei ist, dass jeden Monat etwas zu zahlen ist, durch die Zahlung des Arbeitgebers aber das doppelte zusammenkommt. Über die Jahre hinweg ergibt sich somit eine erhebliche Summe, die nach dem Ablauf einer Frist ausgezahlt wird. Oft ist die Vermögenswirksame Leistung ein Bestandteil des Tarifvertrages. Die Arbeitnehmersparzulage wird, je nach Durchführungsweg, vom Staat gefördert.

Die Einordnung bei der Steuer im Rahmen der Altersvorsorgewirksame Leistungen

Die Sparzulage gehört zum Lohn und Gehalt und ist somit steuerpflichtig. Im Sinne der Sozialversicherung ist sie Bestandteil der steuerpflichtigen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Allerdings ist die Sparzulage steuerfrei und wird somit zwar in der Einkommenssteuererklärung angegeben, aber vom Finanzamt meist bei der Abrechnung nicht berücksichtigt, infolge dessen der Anleger die Auszahlung später nicht zusätzlich versteuern lassen muss. In der Erklärung sollte sie jedoch in jedem Fall angegeben werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Themen:

Der Test der Stiftung Warentest

Im April 2014 unternahm die Stiftung Warentest die letzte Überprüfung der aktuellen Fonds, die sich in Form von Vermögenswirksamen Leistungen beziehen lassen. Fünf bis zehn Prozent jährliche Rendite sind möglich, der Anleger muss sich jedoch auch auf Verluste gefasst machen, da manche Aktienfonds nicht so gut geplant sind, wie sie angepriesen wurden. Auch überprüfte die Stiftung die unterschiedlichen Formen der Anlage und gibt somit einen guten Überblick zu den jeweiligen Anbietern und ihren Leistungen.

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Welche Formen der Anlage es gibt

Welche Form der Anlage sich lohnt, entscheidet vor allem das Vorhaben des Anlegers. Möchte er beispielsweise eine Immobilie finanzieren, hat er die Möglichkeit, einen Kredit in Anspruch zu nehmen oder einen Bausparvertrag. Wer Geld anlegen möchte, kann Aktienfonds, Bausparpläne, Bausparen ohne Kredit oder Genossenschaftssparen. Außerdem ist die betriebliche Altersvorsorge häufig ein Grund für die Anlage vermögenswirksamer Leistungen. Als solide gelten der Kredit, Bausparer, Banksparpläne und die betriebliche Altersvorsorge.

Die Dauer der jeweiligen Anlagen

Je nach Anlageform variiert auch der Anlagezeitraum. Beispielsweise sind für das Bausparen sieben Jahre vorgesehen, bei Aktienfonds und Banksparplänen können sechs Jahre, wahlweise auch sieben Jahre genutzt werden. Ähnlich sieht es beim Bausparen ohne Kredit aus und dem Genossenschaftssparen. Beide bieten eine Laufzeit bis zu sieben Jahren. Letzteres ist wahlweise auch mit sechsjähriger Laufzeit erhältlich. Ausschlaggebend ist hierbei ebenfalls das Vorhaben und ob auf diesen Zeitraum eine sichere Anlage gewährleistet werden kann.

Staatliche Zulagen in 2017

Wer die Zulage vom Staat in Anspruch nehmen möchte, sollte sich entweder für das Bausparen, einen Kredit oder die Anlage in Aktienfonds entscheiden. Ebenso gibt es die Wohnungsbauprämie, bei dem auch in Form eines Bausparers vermögenswirksame Leistungen angehäuft werden. Die Höhe der staatlichen Zulage richtet sich nach dem Familienstand und der Höhe des zu versteuernden Einkommens. So können beispielsweise zwischen 8,8 und 20 Prozent vom Staat bezogen werden.

Kriterien der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest nahm in ihrer Überprüfung sowohl Banksparpläne, Bausparverträge und Investmentfonds unter die Lupe. Gesichtspunkte bei den Banksparplänen war die Renditeerwartung nach sieben Jahren und der Schlussbonus. Die Verträge konnten sowohl einen festen als auch variablen Basiszins aufweisen. Bei den Bausparverträgen erstellte die Stiftung zwei Modellkunden, anhand derer sie die Überprüfung einleitete. Bei den Investmentfonds hat das Unternehmen aus insgesamt 67 Indexfonds die zehn geeignetsten Aktienmärkte als Beispiel genutzt.

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Bereich Banksparpläne

Der Vorteil von Banksparplänen ist, dass mit den entsprechenden Voraussetzungen ein hoher Zinssatz zu erwarten ist. Die Stiftung nutzte im Modellfall 1 jemanden, der über sieben Jahre lang monatlich 40 Euro anlegte und den Vertrag anschließend auflöste. Im Modellfall 2 lief der Vertrag ebenfalls sieben Jahre lang, die monatliche Rate betrug hierbei jedoch 83 Euro, von denen der Arbeitgeber 40 Euro übernahm. Ein Bauspardarlehen wurde in beiden Fällen nicht in Anspruch genommen.

Die Ergebnisse des Tests

In ihrem Test war am Ende der Laufzeit für den Modellfall 1 eine Summe von 3.517 Euro zusammengekommen. Eingezahlt hatte der Modellkunde jedoch nur 2.880 Euro. Das beste Angebot erhielt der Kunde hierfür bei der Degussa Bank, wo die Renditeerwartung bei 3,39 Prozent jährlich liegt. Die Zinsen können sich jedoch im Laufe der Zeit immer wieder leicht ändern. Mit einer Mindestanlage von 40,00 Euro ist bei der Ziraat Bank eine Renditeerwartung von etwa 3,00 Prozent zu erwarten, womit sich die Bank ebenfalls bewährt.

Bereich Bausparveträge

Der Bausparvertrag ist die erste Wahl für jene, die in eine Immobilie investieren möchten. Der Vorteil: Selbst Geringverdiener sind dazu in der Lage, einen solchen Vertrag abzuschließen, da die monatlichen Zahlungen sehr gering bleiben und nach Ablauf der Frist dennoch eine gute Rendite zu erwarten ist. Ein Bausparvertrag sollte mit spätestens 25 Jahren abgeschlossen werden, weil sich bis zum Ablauf der Frist so das meiste Geld anhäuft. Im Test lief der Vertrag sieben Jahre lang und wurde anschließend aufgelöst.

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Die besten Angebote für Bausparverträge

Das Bausparen ohne Immobilienpläne lässt sich am besten bei der Alten Leipziger umsetzen. Der Tarif verlangt eine Abschlussgebühr von 1,0 Prozent, liefert aber einen Bonus von 1,5 Prozent. Läuft der Vertrag 7 Jahre lang, bei einer monatlichen Rate von 40 Euro, springt ein Prozentsatz von 1,8 heraus. Das entspricht einer Summe von 3.581 Euro. Bei einer monatlichen Rate von 83 Euro sind es sogar 7.469 Euro und einem Prozentsatz von 1,94. Eine Alternative ist die LBS Baden-Württemberg, die in Fall 1 einen Prozentsatz von 1,56 bietet, in Fall 2 sogar 1,66 Prozent.

Staatliche Förderung per Wohnungsbauprämie auch in 2017

Bausparer profitieren von der Wohnungsbauprämie, die neben der Zulage des Arbeitgebers vom Staat in Anspruch genommen werden kann. Allerdings tritt diese nur in Kraft, wenn der Anleger keinen Anspruch auf den Zuschlag des Arbeitgebers hat. Wer trotzdem beide Förderungen in Anspruch nehmen möchte, muss monatlich mindestens 83 Euro einzahlen und ein jährliches Einkommen von 17.900 Euro unterschreiten. Eine erhöhte Einzahlung ist hingegen nicht notwendig, wenn das zu versteuernde Einkommen unter 25.600 Euro liegt.

Vermögenswirksame Leistungen anlegen per Fonds

Fonds sind immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Nicht zuletzt, da die Vertragsgrundlagen nur schwammige Auskünfte über die später entstehenden Beträge geben. Wer sich für einen gemangten Fonds entscheidet, weil dieser möglicherweise mehr Geld ansammelt, der muss hierfür meist teuer bezahlen. Dafür haben die Anleger den Vorteil, dass sie ein geringeres Risiko eingehen, da hierbei direkt mit europäischen Werten gehandelt wird, die auf dem Aktienindex vorhanden sind.

Die Testergebnisse für Fondssparpläne

Möchte der Sparer das Management selbst übernehmen, sind die Anbieter Fidelity Global Opportunities A Acc, M&G Global Dividend A EUR und Pictet Global Megatrend Selection-P dy EUR empfehlenswert. Sie versprechen bei einem Jahr Laufzeit eine prozentuale Wertentwicklung von bis zu 22,6 Prozent. Die Marktorientierung ist sehr hoch, die Kosten bleiben dabei aber noch ausgewogen. Die Stiftung Warentest bezeichnet diese drei als gut, was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht. Zudem auch Anlagemöglichkeiten für eine Laufzeit von fünf Jahren gegeben sind.

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Altersvorsorgewirksame Leistungen- Aktives Management für hohe Prozentsätze

Wer sich stattdessen für Fonds mit aktivem Management interessiert, kann die UBS Equity Global Opportunity nutzen. Sie haben eine Marktorientierung von 89 Prozent, dazu kommen geringe Kosten von 2,07 Prozent des Anlagewertes. Ein Angebot ist sowohl auf Ebase, FIL Fondsbank und dem Fondsdepot Bank erhältlich. Etwas besser ist die Fidelity Global Opportunities, welche die gleichen Grundlagen bietet, jedoch nur 1,94 Prozent verlangt. Dafür sind sie in der Ebase nicht vertreten.

Tipps der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat angesichts des Tests den Lesern ein paar wertvolle Tipps an die Hand gegeben. Wer einen Vertrag eingeht, sollte in jedem Fall den Anteil des Chefs in Anspruch nehmen. Bis zu 40 Euro sind, je nach Arbeitgeber, möglich. Gleichzeitig ist die Förderung des Staats eine weitere Möglichkeit, um günstigere Konditionen auszuhandeln. Wer einen Baukredit annimmt, sollte die vermögenswirksamen Leistungen dazu verwenden, bei der Auszahlung den Kredit zu tilgen. Vorteilhaft ist, dass die Rendite ebenso hoch ist, wie der Zins.

So kann der Verbraucher den besten Vertrag finden

Zunächst gilt es, sich in der Personalstelle des Arbeitgebers zu informieren, welche Modelle von ihm unterstützt werden. Des Weiteren sollte der Nutzer sein Einkommen prüfen, denn hier kommt es drauf an, sofern er staatliche Leistungen in Anspruch nehmen möchte. Erst dann folgt die Wahl der Anlageform. Um den Vertrag voll auszuschöpfen, sollte man die Sparrate so gut wie möglich aufstocken. Zuletzt ist es wichtig, den Vertrag nur zu kündigen, sofern die Bedingungen in Ordnung sind. Ansonsten heißt es durchhalten, da sonst die Verluste zu hoch sind.

Vermögenswirksame Leistungen im Test von Finanztest (Stand 2017)

Der Vermögenswirksame Leistungen Test zeigt, dass es noch heute gute Optionen gibt, um über die Jahre Geld anzusparen. Wichtig ist dabei nur, dass der Verbraucher die richtige Anlageform auswählt. Es gibt Fonds, Bausparverträge und andere Möglichkeiten. In unserem Artikel haben wir die wichtigsten Elemente aufgeführt und geben Ihnen so einen guten Einblick in die Thematik. Allerdings ist es immer empfehlenswert, nach weiteren Informationen rund um das Thema zu suchen und sich somit ein besseres Bild zu machen.

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